Chili, Chilli oder Chile – Der tropische Scharfmacher

 

So unterschiedlich, wie man Chili schreiben kann, kann man es auch benutzen. Es gibt 100 verschiedenen Chilis Sorten. Chili erfreut sich in Europa immer größerer Beliebtheit. Chili ist schärfegebend, überdeckt aber selbst feinste Geschmacksnuancen nicht. Chili ist verwandt mit der Paprika.

Als Faustregel kann man sich merken, je kleiner und roter die Chilis, je schärfer, sind sie.

Frischer Chili ist nicht so scharf, wenn man die Kerne und die Trennwände entfernt. Nach der Verarbeitung der Chili unbedingt die Hände waschen, da die Schärfe die Schleimhäute reizt, wenn man sich versehentlich an den Augen reibt. Am besten ist es,wenn man Handschuhe bei der Verarbeitung der Chili trägt.
Es gibt unterschiedliche Formen in der Chili verwandt wird. Nachstehend sind einige aufgeführt.

Harissa, ist eine nordwestafrikanische Würzpaste

Sie besteht aus Chili, Knoblauch, Kreuzkümmel und Koriander. Es gibt unterschiedliche Mischungen mit bis zu 20 Gewürzen. Man reicht sie separat zu Couscous und Lammgerichten. Man bekommt sie in Deutschland in Metalltuben in gut sortierten Lebensmittelgeschäften oder beim Dönerladen um die Ecke.

Chilifäden, sind scharf und dekorativ

Chilischoten werden getrocknet und dann in sehr feine Streifen geschnitten werden. Sie sind sehr dekorativ. Einfach wie mit Chilipulver würzen.

Chili-Öl, aromatisiertes Öl

Mit Chilis aromatisiertes Pflanzenöl, das man auch leicht selber machen kann. Einfach zwei Chilischoten in einen ¼ l Pflanzenöl geben. In der asiatischen Küche nimmt man Chili-Öl zum Braten von Gemüse. Es eignet sich auch sehr gut zum Marinieren von Grillfleisch.

Chiliflocken, entfalten die Schärfe nur langsam

Dafür werden Chilischoten erst getrocknet und dann geschrotet. Die Chiliflocken enthalten auch die Kerne und Trennwände der Schoten und sind daher sehr scharf. Die getrockneten Chilischoten entfalten die Schärfe nur langsam, daher vorsichtig dosieren.

Cayennepfeffer, der Rauchige

Getrocknete Chilischoten, die zu einem Pulver gemahlen werden. Der Cayennepfeffer hat neben der Schärfe auch ein leicht rauchig-bitteres Aroma.

Sambal Oelek, Würzpaste aus Indonesien

Die Paste ist eine Mischung aus Chilis, Essig und Salz. Im Supermarkt findet man sie in kleinen Schraubgläsern. Sambal Oelek nimmt man grundsätzlich zum Nachwürzen von Speisen.

Chilipulver, ist eine Texas-deutsche Erfindung

Chilipulver ist der Tex-Mex-Küche zu zuschreiben. Es ist einen Würzmischung für Chili con Carne. Die Mischung enthält außer Chili auch Kreuzkümmel, Salz, Knoblauch und Kräuter, wie Oregano. 1894 erfand es der Texas-deutsche William Gebhart und benutzte es in seinem Cafe.

Chili würzt nicht nur scharfe Speisen sondern heizt auch den Stoffwechsel an, der Körper verbrennt dadurch mehr Kalorien. Sie enthalten so genannte terpenartige Substanzen. Ein weitere positiver Nebeneffekt von Chili ist, dass er die Immunabwehr stärkt.


Abgelegt in: Gewürze & Kräuter

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