Vom Feld in den Besteckkasten - Die Gabel

Von: Andrea Janssen

Ja, die Gabel ist nicht selbstverständlich in den Besteckkasten gelandet sondern erst im 17. Jahrhundert. Während wir uns heute ein Essen ohne Gabel nicht mehr vorstellen können, war die Gabel ursprünglich nur in der Landwirtschaft in Benutzung.

In der Frühzeit wurden die Gabeln nicht hergestellt sondern man suchte nach einem geeigneten Ast, den man abbrach und dann weiter bearbeitete. Die Gabel war ein starker, gegabelter Ast, sie war 1 Meter bis 1,50 Meter lang. Sie wurde in der Landwirtschaft als Heu- oder Mistgabel verwendet. Nach diesem Vorbild entstand dann die Besteck-Gabel.

 

Von Konstantinopel nach ganz Europa

Der Gabel als Tischgerät begegnet man als erstes in Konstantinopel. Von dort trat sie ihren Siegeszug durch ganz Europa an. Von Konstantinopel führen die Spuren an die italienischen Höfe, von dort breitete sie sich in ganz Europa aus.

 

Vom Reichen der Speisen zum eigenen Besteck

Die Gabel diente zunächst nur zum Vorlegen der Speisen. Es hatte also nicht jeder Esser seine eigene Gabel. Gegen Ende des Mittelalters wurde die Gabel im beschränkten Umfang auch zum Essen verwendet.

Allgemein vertraut ist man mit der Gabel erst seit dem 17. Jahrhundert.


Abgelegt in: Esskultur

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