Woher kommt der Weihnachtsmann?

Von: E. Lenders

Der Weihnachtsmann kommt aus den USA, seinen dicken Bauch verdankt er einer braunen Brause, und sein Vater war der schwedische Grafiker Haddon Sundblom. Zwischen 1931 und 1964 gestaltete er mehre Werbekampagnen für Coca-Cola, in deren Mittelpunkt der Weihnachtsmann stand. Erst diese Bilder legten das heutige Erscheinungsbild des Weihnachtsmannes endgültig fest. Falsch. Genau genommen, verdankt der Weihnachtsmann der Firma Coca-Cola nur seinen chicen roten Mantel.

Als Zwillingsbruder des Nikolauses sorgt er bereits seit Jahrhunderten für Verwirrung. Nicht nur in Deutschland sorgt der Weihnachtsmann, alias Nikolaus oder auch Christkind für Verwechslungsgefahr. Auch jenseits der Grenze gibts viele Vetter, den holländischen Sinterklaas (d.h. Nikolaus), den spanischen El Niño (alias Christkind, nicht zu verwechseln mit einem Wirbelsturm), in Dänemark dem Julemand (Weihnachtsmann) und in Rußland schließlich Väterchen Frost.

Eine Person - zwei Traditionen: Bischof Nikolaus von Myra und der
Weihnachtsmann

Der Nikolaus und der Weihnachtsmann verdanken ihre Entstehung einer historische Persönlichkeit: Dem Bischof Nikolaus von Myra, der im vierten Jahrhundert lebte. Beide, der Nikolaus und der Weihnachtsmann, haben ein gemeinsames Hobby: Sie beschenken im Dezember eines jeden Jahres die artigen Kinder. Die Tatsache, dass es sich beim Nikolaus und Weihnachtsmann um die selbe Person handelt, erkennt man auch an den Namen seiner "Vetter", abgeleitet von Nikolaus / Klaus, heißt der holländische Vertreter Sinterclaas und in den USA Santa Claus.

Matin Luther war kein Freund vom Nikolaus

Im Zuge der Reformation wurde die Heiligenverehrung von den Protestanten abgeschafft. Auch der Nikolaus wurde dabei ein Opfer von Martin Luther. Bei den evangelischen Christen übernahm nun Gottes Sohn, Christus (Christkind) die Bescherung selbst. Doch so schnell wollte der Nikolaus nicht aufgeben und so übernahm er als nun Weihnachtsmann die Bescherung in einigen Teilen Deutschlands. Die Figur des Weihnachtsmannes vereint dabei nicht nur christliche Traditionen, sondern auch heidnische Traditionen, wie zum Beispiel die Lichter am Weihnachtsfest.

Deutsche Romantiker entdecken den Weihnachtsmann wieder

Der deutschösterreichische Romantiker Moritz von Schwind verlieh dem
Weihnachtsmann erstmals wieder ein Gesicht. Im Jahre  1847 zeichnete er den Weihnachtsmann für den Münchner Bilderbogen: langer weißer Rauschebart, Kapuzenmantel und ein Kerzenbäumchen auf dem Arm. Bereits im 17. Jahrhundert eroberte der Weihnachtsmann mit Unterstützung holländischer Auswanderer die USA. Nachdem er dort den amerikanischen Namen Santa Claus angenommen hatte, kehrte er als Father Christmas nach England zurück.

Der Weihnachtsmann - mehr als Reklamefigur

Auch wenn das heutige Bild des Weihnachtsmannes stark geprägt ist durch die Coca-Cola Werbung und Holywood-Filme, dahinter verbirgt sich doch immer noch - jenseits aller kommerziellen Überlegungen - eine tiefchristliche Tradition: Menschen zu helfen und sie für gute Taten zu beschenken. Somit wird der Weihnachtsmann auch in Zukunft nicht überflüssig - im Gegenteil, wir brauchen ihm mehr denn je.


Abgelegt in: Was ist was, Weihnachten

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